MPU bei Verkehrsdelikten

 

Steht bei Ihnen eine MPU wegen Verkehrsdelikten an, unterschiedet diese sich in mehreren Punkten von der wegen Alkohol oder Drogen am Steuer. Wird eine Begutachtung wegen Alkohol- oder Drogen bereits nach ein oder zwei entsprechenden Verstößen angeordnet, kommt es zu einer MPU bei Verkehrsdelikten meist erst, wenn achtzehn oder mehr Punkte in Flensburg gesammelt wurden.

 

Weil hier eine deutlich höhere Anzahl an Verstößen vorliegt, wird daher bei der MPU bei Verkehrsdelikten von einer deutlich stärker ausgeprägten Fehleinstellung bezüglich Regeln und Vorschriften ausgegangen. Eine Punkte-MPU bei Verkehrsdelikten gilt daher als schwieriger als eine, die wegen Alkohol oder Drogen angeordnet  wurde. Auch gibt es bei der Punkte-MPU bei Verkehrsdelikten seit Anfang 2011 nicht mehr die Möglichkeit einer Kursauflage, um noch bestehende Defizite abzubauen.

 

Eine intensive Aufarbeitung mit Hilfe eines erfahrenen Beraters ist hier zu empfehlen. Bei der MPU Beratung und MPU Vorbereitung in Dortmund analysieren wir Ihr Fehlverhalten.

MPU wegen Alkohol

Trunkenheit im Verkehr stellt nach wie vor die häufigste Ursache für die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung dar. Nahezu die Hälfte der durchgeführten MPUs sind Alkohol MPUs. Wurden Sie bei einer Fahrt nach vorangegangenem Alkoholkonsum erwischt, kann der Führerschein entzogen werden. Nicht erst kurz vor der Untersuchung, sondern bereits während der Sperrzeit ist es ratsam, dass Sie sich intensiv und ggf. mit professioneller Hilfe vorbereiten. Hier finden Sie mehr Informationen zur Wiedererteilung des Führerscheins.

 

Wer muss eine Alkohol MPU machen?

Die MPU wird immer dann angeordnet, wenn Sie einmalig mit einer sehr hohen Promillezahl (je nach Bundesland ab 1,6 oder 1,1 Promille) Auto gefahren sind. Auch bei weniger als 1,6 Promille kann eine MPU angeordnet werden und zwar, wenn mehr als eine Trunkenheitsfahrt aktenkundig ist.

Bayern und Baden-Württemberg waren die ersten Bundesländer, die eine MPU schon ab 1,1 Promilleanordneten. Andere Länder werden voraussichtlich in Zukunft folgen. Bundesweit wird diese Regelung aber noch nicht angewendet.

MPU Wegen Drogen

er Führerschein und die damit verbundene Mobilität sind für viele Menschen von sehr großer Wichtigkeit. Die Fahrerlaubnis kann unter bestimmten Umständen jedoch entzogen werden, beispielsweise wenn eine Person unter Einfluss von Drogen am Straßenverkehr teilnimmt oder regelmäßig Drogen konsumiert. Die Führerscheinstelle fordert in solchen Fällen zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis regelmäßig eine „Drogen MPU„.

Was passiert bei der MPU wegen Drogen?

Sie müssen in der MPU glaubhaft machen, dass Sie wieder geeignet sind, ein Kraftfahrzeug im Verkehr zu führen. Es darf keine Gefahr mehr bestehen, dass Sie unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug bewegen. Die MPU erfolgt meist in drei Schritten:

  1. Medizinische Untersuchung
  2. Reaktions- und Leistungstest
  3. Explorationsgespräch (Gespräch mit dem psychologischen Gutachter)

Medizinische Untersuchung

Im medizinischen Teil wird zunächst ein ärztliches Gutachten erstellt, ob der Betroffene körperlich geeignet ist. Es wird sowohl Wert auf typische körperliche Symptome, die durch Drogenkonsum entstehen, als auch auf die jetzigen Gewohnheiten des Betroffenen im Umgang mit Drogen gelegt.

Daneben wird ein Urin- oder Haarscreening durchgeführt, um zu überprüfen, ob in letzter Zeit Drogen eingenommen worden sind. Bei den Drogenscreenings werden übrigens nicht nur die Substanzen überprüft, mit denen der Betroffene auffällig geworden ist. Standardmäßig wird bei allen Betroffenen unter anderem auf THC, Kokain, Heroin und Amphetamine getestet.

Reaktions- und Leistungstests

Bei einem Test am Computer werden die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen getestet. Hier haben die wenigsten Teilnehmer ernste Probleme. Es muss lediglich sichergestellt werden, dass der Untersuchte die Mindestanforderungen zum Führen eines Kfz erfüllt.

Psychologisches Untersuchungsgespräch

Sodann erfolgt der psychologische Teil der Begutachtung. Dieser ist gar nicht so einfach zu bestehen, wie es vielleicht den Anschein erwecken mag. Denn einfache Angaben, dass Sie ab sofort keine Drogen mehr nehmen und Sie alles bereuen, reichen gewöhnlich nicht aus.

Der Psychologe, der das Gutachten erstellt, wird ganz genau erfahren wollen, wie es zum Drogenkonsum kam, welche Motive dabei eine Rolle spielten und wie der Umgang mit Drogen in Zukunft aussehen soll. Auch auf den sozialen Hintergrund, Familienverhältnisse, mögliche Kindheitstraumata, das berufliche Umfeld, Finanzen, Hobbies etc. kann eingegangen werden, wenn einer der Bereiche in Zusammenhang mit dem Konsum der Droge gestanden hat.

Es ist sehr wichtig, dass der oder die Betroffene klar darlegen kann, dass ein Umdenken stattgefunden hat und dass eine sichtbare Veränderung zum früheren Verhalten vorliegt. Jeder Betroffene sollte sich auch damit auseinandersetzen, warum er früher Drogen konsumiert hat und wie es zu dem Fehlverhalten im Straßenverkehr kommen konnte.

 

Wer muss zur Untersuchung?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung kann in verschiedenen Fällen angeordnet werden. So zum Beispiel, wenn Sie nach dem Konsum von Cannabis oder „harten“ Drogen (Kokain, Heroin oder Amphetamin) beim Fahren erwischt wurden. In diesen Fällen wird in der Regel immer eine MPU angeordnet.

Aber auch ohne beim Fahren erwischt worden zu sein, kann eine MPU Anordnung wegen Drogenkonsum rechtens sein, etwa wenn Sie vor der Disko mit illegalen Substanzen erwischt wurden und klar ist, dass Sie diese auch konsumiert haben.

Gerade im Falle von Cannabis sollten sich Konsumenten darüber im Klaren sein, dass der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol), welcher beim Konsum von Cannabis die berauschende Wirkung auslöst, auch noch Tage bis Wochen nach dem eigentlichen Drogenkonsum nachgewiesen werden kann. Nach § 14 FeV darf außerdem ein Gutachten angefordert werden, wenn eine Drogenabhängigkeit vorliegt.

Delikte außerhalb des Straßenverkehrs ebenfalls relevant

Selbst wenn Sie nicht alkoholisiert beim Auto fahren erwischt wurden, kann eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung angeordnet werden. Nämlich wenn der zuständigen Behörde Fakten bekannt werden, die Alkoholmissbrauch oder eine Abhängigkeit erahnen lassen (z. B. wenn wiederholt Schlägereien unter Alkoholeinfluss angefangen wurden).

Die Untersuchung läuft dann prinzipiell gleich ab, nur dass es nicht um Auffälligkeiten im Straßenverkehr, sondern um Delikte außerhalb des Straßenverkehrs geht. Auch können Abstinenzbelege gefordert werden (mehr dazu weiter unten in diesem Artikel). Die häufigsten Gründe für eine MPU sind also:

  • Alkoholfahrt mit 1,1 / 1,6 Promille (oder mehr)
  • Mehrere Trunkenheitsfahrten (z.B. zweimal mit 0,6 Promille)
  • Straftaten unter Alkoholeinfluss

 

Was Sie vor Ihrer MPU schon tun können

Liegt bei Ihnen noch eine Sperrfrist vor, können Sie frühestens 4 Monate vor deren Ablauf einen Antrag auf Neuerteilung bei Ihrer Behörde stellen. Den Führerschein erhalten Sie in jedem Fall erst nach Ablauf der Sperrfrist wieder.

Sie müssen allerdinge nicht sofort nach Ende der Frist Ihre MPU absolvieren. Sie können sich im Prinzip so viel Zeit lassen, wie Sie möchten. Nach 15 Jahren ohne jede weitere Auffälligkeit könnten Sie Ihren Führerschein sogar ohne MPU einfach neu machen.

Den Zeitraum vor dem möglichen MPU-Termin können Sie sinnvoll nutzen und sich durch eine professionelle MPU Vorbereitung mehr Sicherheit zum Bestehen verschaffen.

 

MPU Beratung & MPU Vorbereitung in Dortmund

 

Im Zuge der MPU Beratung und MPU Vorbereitung in Dortmund fordern wir Ihre Führerscheinakte an und bereiten Sie intensiv und professionell auf das Gespräch beim Gutachter vor. Wir teilen Ihnen mit, welche Unterlagen Sie vom Arzt besorgen müssen und helfen Ihnen selbstverständlich auch bei der Antragsstellung. Auch können Sie im Verlauf der MPU Beratung und MPU Vorbereitung den Leistungstest üben.

 

Wir bieten Ihnen eine individuelle, flexible und speziell auf Sie zugeschnittene Beratung. In persönlichen Einzelgesprächen bereiten wir Sie intensiv auf das Gutachten vor. Den Zeitrahmen der Gesprächstermine können Sie selbst bestimmen.

 

Als geprüfter MPU Berater durch die HZA mit Schwerpunkt MPU, Sucht und Angst bieten wir Ihnen eine effektive Beratung, die sich ausschließlich auf Sie und Ihre Bedürfnisse konzentriert. Wir begleiten Sie vom Anfang bis zum positiven Ende Ihrer Gespräche. Unsere Berater unterlegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

 

Ziel ist es, die aus den Gesprächen gewonnenen Einsichten und Analysen bei der Begutachtung plausibel darlegen zu können und so zu zeigen, dass Sie sich intensiv mit Ihrem Fehlverhalten auseinander gesetzt haben.

 

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